Neuigkeiten
3 Fotofallen für die drei Projektgebiete... Lire
Baubericht eines künstlichen Otterbaues... Lire
Bau eines Otterbaues mit Holzknüppeln... Lire

Ziele

Beunruhigende Fakten in unserer Region und ermutigende Fakten bei unseren Nachbarn

Im Laufe des letzten Jahrhunderts waren die Fischotterbestände in ganz Europa rückläufig. Obwohl das Aufstellen von Fallen verboten ist, ist die Zukunft des Fischotters noch nicht gesichert. Immer neue Bedrohungen tauchen auf: Lebensraumzerstörung, Wasserverschmutzung, geografische Isolation der Populationen, Tod im Straßenverkehr uvm.

Jedoch kann man aufgrund der Durchführung von Renaturierungsmaßnahmen eine Umkehrung der Entwicklung in vielen europäischen Ländern (insbesondere Frankreich und Deutschland) feststellen.

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Verbreitungsgebiet Fischotter

Die Our, die Ourthe und die Sauer - die wichtigsten Gewässer im Projektgebiet

In unserem großen Projektgebiet, welches die Our, die Sauer (Wassereinzugsgebiet des Rheins) und die Ourthe (Wassereinzugsgebiet der Maas) umfasst, waren nur noch gelegentlich Otternachweise zu finden. Es scheint, als würden sich die Populationen nur noch aus einigen, isolierten Einzeltieren zusammensetzen. Nur die Ourthe verläuft ausschließlich in Belgien, die zwei anderen Gewässersysteme sind grenzüberschreitend und betreffen Luxemburg wie Belgien. Diese gesamte Region bildet ein wichtiges Glied in der europäischen Vernetzungskette der Otterpopulationen.

Es wird vom Projekt angestrebt, den Lebensraum für den Fischotter wieder so herzustellen und zu erweitern, dass die Fließgewässer von Neuem besiedelt werden können und der Austausch zwischen den verschiedenen Populationen möglich wird.

Die Bedrohungen für den Fischotter

Das Ziel unseres Programmes ist es, auf die fünf größten Bedrohungen des Otters einzugehen:

- Die Zerstörung des Lebensraums durch landwirtschaftliche, forstwirtschaftliche und gewässerbauliche Maßnahmen, und die Verbreitung invasiver Pflanzenarten, welche die natürlich vorkommenden Pflanzenarten verdrängen.

- Eine schlechte Wasserqualität kann den Otter direkt oder indirekt betreffen, da er am Ende der Nahrungskette steht.

- Tod durch Unfälle im Straßenverkehr oder durch Fallen, die zum Fangen anderer Tierarten aufgestellt wurden.

- Abgrenzung und Zerstückelung der Otterpopulationen, was zu einem Rückgang der Fortpflanzungsmöglichkeiten führt.

- Die vom Menschen verursachten Störungen (ökonomischen oder freitzeitgestalterischen Ursprungs), die den Otter auf der Suche nach Ruhezonen einschränken.