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Baubericht eines künstlichen Otterbaues... Lire
Bau eines Otterbaues mit Holzknüppeln... Lire

Verbreitung in Europa

Die Fischotterbestände haben einen starken Rückgang gegen Ende des 19. und Anfang des 20. Jahrhunderts aufgrund intensiver Bejagung verzeichnet. Erst gegen Ende der 1980er Jahre, durch das in Kraft treten des Berner Abkommens vom 1. Juni 1982, ist der Fischotter unter Schutz gestellt. Ab 1990 werden von dem Otter aufgegebene Gebiete wiederbesiedelt!

Der Otter ist seit 1972 in Luxemburg und seit 1981 in Belgien unter Schutz gestellt.

Trotz des Schutzstatus, sinken die Bestände in Luxemburg wie auch in der Wallonie weiterhin. Ende der 1980er Jahre wurde der Otterbestand auf etwa 20 Tiere in der Wallonie und einige Tiere in Luxemburg geschätzt.

Zur Zeit (Angaben von 2000-2007), ist der Otter noch an der Obersauer, der Our, der Ourthe sowie der Semois ansässig. Es scheint jedoch, als wären die Bestände so klein, dass man nicht einmal mehr von einem Bestand reden kann. Es kann sich nur noch um vereinzelte, isolierte Tiere handeln, welche wegen fehlender Konkurrenz (zwischen Individuen gleichen Geschlechts) nicht mehr ihre Territorien abgrenzen.

Dennoch gibt es im Norden und im Süden der belgisch-luxemburgischen Ardennen Anlass, Hoffnung zu schöpfen. In Deutschland sowie in Frankreich beobachtet man eine Wiederbesiedlung von einst aufgegebenen Räumen, welche ein gutes Potenzial haben.

In Frankreich ist der Otter wieder an der Allier (Nebenbach der Loire), der Dordogne, der Ardèche, der Drôme usw. zu finden. Hier waren in den 1980er Jahren nur in 10 von 94 "départements" stabile Bestände vorzufinden, wobei im Jahr 2000, 23 dieser "départements" besiedelt waren. Im Elsass wurde der Fischotter ausgewildert und an der Maas ist er ebenfalls gesichtet worden. Diese Information ist umso interessanter, weil es scheint als würde der Otter die belgischen Ardennen als Verbreitungskorridor benutzen. Dies gilt ebenfalls für die Niederlande (siehe Karte).

Carte des couloirs potentiels de migration
Reuther 2004

In Deutschland ist das Phänomen der Verbreitung ähnlich, es scheint nur langsamer (+/- 8 km Wasserlauf pro Jahr laut Otterzentrum Hankensbüttel) vorzugehen. Diese Verbreitung erfolgt vorwiegend aus Ostdeutschland.

Die größten Westeuropäischen Fischotterbestände sind in folgenden Ländern:
- Goßbritanien (+/- 8000 Tiere),
- Spanien und Portugal,
- Schweden und Norwegen,
- Albanien und Griechenland.

Die Bestände in Zentraleuropa (z.B. Ungarn) sind ebenfalls gut besetzt.


Rosoux und Green 2004

Die Wiederbesiedlung ist nicht nur Wunschdenken, doch wird sie ihre Zeit brauchen.... und Geduld.