Neuigkeiten
3 Fotofallen für die drei Projektgebiete... Lire
Baubericht eines künstlichen Otterbaues... Lire
Bau eines Otterbaues mit Holzknüppeln... Lire

Hoffnung auf Wiederbesiedlung

Im 19. Jahrhundert war der Otter an den meisten unserer Bäche heimisch. Daraufhin nahm die Bejagung und das Fallenstellen zu, da der Otter von den Behörden als "Plünderer" der Fischbestände angesehen wurde.

Die Aussetzung einer Prämie für jeden gefangenen Otter gegen Ende des 19. Jahrhunderts bis in die 1950er Jahre hat stark zum Rückgang der Otterpopulationen beigetragen.

Trotz der Unterschutzstellung und der Abschaffung dieser Prämie konnte man einen weiteren Rückgang der Otterpopulationen beobachten. Wahrscheinlich sind die stark beeinträchtigten Populationen durch verschiedenste andere Probleme rückläufig geblieben. Hier kann man Wasserverschmutzung (organischen Ursprungs, Bioakkumulation, Schwermetalle, PCB’s), Lebensraumzerstörung, hohe Sterberate aufgrund des Straßenverkehrs usw. nennen.

In unserer Region zählt der Fischotter sehr wahrscheinlich zu den vom Aussterben bedrohten Arten.

Es besteht jedoch ein Fünkchen Hoffnung. Seit mehr als zehn Jahren kann man beobachten, wie sich die Fischotter aus Zentralfrankreich und Nordostdeutschland, mit einer jährlichen Ausbreitungsgeschwindigkeit von +/- acht Kilometern Bachlauf pro Jahr, aufeinander zubewegen.

Diese langsame Wiederbesiedlung findet entlang von ökologischen Korridoren statt. Die vom Projekt betroffenen Wassereinzugsgebiete Our, Sauer und die zwei Ourthen stellen solche Korridore dar.