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3 Fotofallen für die drei Projektgebiete... Lire
Baubericht eines künstlichen Otterbaues... Lire
Bau eines Otterbaues mit Holzknüppeln... Lire

Die Aktionen

Die geplanten Maßnahmen sind zahlreich und sehr verschieden; angesprochen sind Landwirtschaft, Forstwirtschaft, Angler, Naturkundler und alle Einwohner, die am Fluss oder der Natur interessiert sind. Die Öffentlichkeitsarbeit ist eine wichtige Aufgabe des Projektes.

Eine Bestandsaufnahme ist unumgänglich, um die vorrangigen Maßnahmen festzulegen

In Hinsicht auf die Verbesserung des Lebensraumes für den Fischotter ist es unumgänglich eine Bewertung der verschiedenen Faktoren, die die Qualität des Lebensraumes beeinflussen, durchzuführen.

L'Our à Schönberg
Die Our in Schönberg: Hier sieht man eine für den Otter interessante und strukturreiche Ufervegetation

Auch wenn der Otter vorwiegend im Wasser jagt, muss er trotz allem oft an Land um zu fressen, sich auszuruhen oder um Unterkühlungen zu vermeiden. Das Ufer stellt einen Rückzugsort dar, der neben Verstecken und Schlafplätzen auch die Möglichkeit bietet einen Bau zu graben. Je wilder und strukturreicher das Ufer ist, desto wohler fühlt sich der Fischotter.

Einige konkrete Maßnahmen

Die Entfichtung von Tälern: im Projekt werden im Tal angepflanzte Fichtenparzellen entfernt, um dort wieder Platz für eine artenreiche, natürliche Vegetation zu schaffen. Mit Hilfe von Uferanpflanzungen kann dieser Lebensraum dann rasch wieder für den Otter interessant werden.
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Entfichtung nach Kahlschlag
Uferschutz: die Verschlammung der Bachsohlen sowie die Zerstörung von Steilufern (hier nistet der Eisvogel) werden mit Auszäunungen des Baches sowie dem Aufstellen von Viehtränken verhindert. Das Weidevieh hat somit keinen direkten Zugang mehr zum Ufer und kann dieses dann nicht mehr zertreten. Dadurch wird die Wasserqualität verbessert.
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Pumptränke, die außerhalb des Baches installiert wurde
Da Otter nicht unter Brücken durchschwimmen, sondern diese Art von Hindernissen nur trockenen Fußes unterqueren, werden sogenannte Otterbrücken installiert. Diese verhindern, dass der Otter die Straße überquert und dadurch ein großes Unfallrisiko eingeht.
Durch Landankauf entlang der Bachläufe kann eine langfristige Unterschutzstellung in für Otter interessanten Gebieten garantiert werden.

Weitere Maßnahmen

Das Anlegen von Teichen und Ruhezohnen, die Instandsetzung von Otterbauen, die Verbesserung der natürlichen Fischbestände mit Hilfe von Laichzonen- und Altarmrenaturierung, die Beseitigung von Wanderhindernissen für Fische usw. sind alles günstige Maßnahmen für den Otter.

Un fond de vallée humide, les abris sont nombreux, la tranquilité est assurée
Die Bachaue als Ruhezone mit zahlreichen Verstecken.

Um die verschiedenen Zielgruppen (Verwaltungen, Anrainer, Schulen, Fischervereine usw.) zu erreichen, wird eine Informationskampagne durchgeführt, die für die Ansprüche des Fischotters an seinen Lebensraum sensibilisieren soll.

Eine Verfolgung der Fischotternachweise, hauptsächlich von Spuren, wird ebenfalls organisiert, um die genaue Größe des Fischotterbestandes und die räumliche Verteilung der Einzeltiere einschätzen zu können. Diese Erkenntnisse liefern Daten für eine europaweite Datenbank Klicken Sie hier um am Beobachternetzwerk teilzunehmen

Die verschiedenen Maßnahmen sind laut Zeitplan auf fünf Jahre verteilt und werden nur in Natura 2000-Gebieten durchgeführt, jedoch immer in Einverständnis mit den Eigentümern und Pächtern.

Erwartete Ergebnisse

Die vorgesehenen Maßnahmen sollen zu einer deutlichen Verbesserung der Lebensbedingungen und einer höheren Aufnahmekapazität für den Fischotter führen. Mittelfristig sollte das Projektgebiet ein strategisches Glied in der Ausbreitung der europäischen Otterbestände von Norden (Deutschland) und Süden (Frankreich) werden. Da der Otter sich in einem Mosaik aus unterschiedlichen Lebensräumen am wohlsten fühlt, können die vorgesehen Maßnahmen insgesamt zu einer Verbesserung der Lebensräume vieler anderer Tier- und Pflanzenarten beitragen. Die Maßnahmen haben zusätzlich den Effekt, dass auch die Lebensräume der Natura 2000-Gebiete des Projektes verbessert werden.