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Biologie

Perfekt an das Wasserleben angepasst

La loutre d'Europe

Der Europäische Fischotter gehört, genau wie Dachs oder der Iltis,zur Familie der Marderartigen.

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Pfote mit Schwimmhäuten

Er hat einen länglichen Körper, kurze Ohren, einen abgeflachten Schädel, einen robusten Schwanz und vier Pfoten mit Schwimmhäuten. Damit ist er perfekt an das Leben im Wasser angepasst.

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Schnurrhaare

Die langen Schnurrhaare helfen dem Otter beim Orten seiner Beute im trüben Wasser. Sein sehr dichtes Fell ist wasserundurchlässig und schließt die Luft zwischen den einzelnen Haaren ein. Dies dient der Isolation im kalten Nass. Der Fischotter sieht sehr gut unter Wasser und seine Nasenlöcher und Ohren werden beim Tauchen geschlossen.

Der Otter wiegt bis zu 12 kg bei einer Länge von 120 bis 130 cm (von der Nase bis zur Schwanzspitze). Sein Territorium kann er mit Hilfe seiner Analdrüse markieren. Die Fischottermännchen sind immer größer als die Weibchen. Man spricht hier von Geschlechtsdimorphismus (markant unterschiedlicher Körperbau bei beiden Geschlechtern).

Die Fortpflanzung kennt keine Jahreszeit!

Der Fischotter kann sich ganzjährig fortpflanzen. Während der Ranzzeit trifft das Männchen das Weibchen in ihrem Revier; jetzt beginnt ein turbulentes Treiben im Wasser. Das ist der einzige Zeitpunkt, zu dem die Otterpärchen einige Tage zusammen leben. Die Tragzeit beläuft sich auf 60 Tage. Die Weibchen bringen durchschnittlich zwei 100 Gramm schwere und bis 20 cm große Otterjunge zur Welt. Fischotter sind Nesthocker und bei der Geburt noch blind. Sie nähern sich dem Wasser erst ab dem dritten Monat. Im Alter von acht Monaten werden die Jungtiere selbstständig. Die mittlere Lebenserwartung eines Fischotters in freier Wildbahn beträgt ungefähr fünf Jahre.

Viel Fisch auf dem Speiseplan!

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Der Fischotter ernährt sich vorwiegend von kleineren Fischen (50 bis 95%). Die Beute wird nicht spezifisch ausgewählt, sondern er frisst die Arten, die am häufigsten vorkommen und am einfachsten zu fangen sind. Meistens sind diese Arten nicht von großem ökonomischen Nutzen.

Gelegentlich frisst der Otter auch Insekten, Weichtiere, Flusskrebse, Amphibien, Reptilien, Wasservögel und einige kleine Säuger (Bisamratte,...). Der Otter ist also ein opportunistisches, auf Fisch spezialisiertes Raubtier an der Spitze der Nahrungskette.

Im nährstoffreichen Milieu, ist sein Speiseplan vorwiegend aus Fisch zusammengestellt. In nährstoffarmem, wenig produktivem Umfeld verspeist der Otter deutlich mehr Landlebewesen. Da viele unserer Bäche eutroph sind, ist Fisch der Hauptbestandteil der Nahrung von bei uns lebenden Fischottern.

Der Otter frisst zwischen 0,8 und 1,5 kg Fisch und andere Beutetiere pro Tag (± 1 kg/ Tag im Durchschnitt).